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Trommeln & Räder für Steil- und Senkrechtförderung

Steil & Senkrecht

Dem Förderweg gezielt angepasst

Bei Steil- und Senkrechtförderern bestimmen die Streckenführung und der Bandaufbau die benötigten Komponenten. Besonders an Übergängen ändern sich Richtung und Kontaktbedingungen. Trommeln und Räder müssen deshalb im Zusammenhang mit dem vorgesehenen Fördersystem betrachtet werden. Wir klären ihre Funktion, die zulässigen Kontaktbereiche und die mechanischen Anforderungen. Daraus wird eine Ausführung abgeleitet, die zum tatsächlichen Bandlauf und zur Geometrie der Anlage passt.

Den gesamten Förderweg nachvollziehbar darstellen

Für die technische Abstimmung benötigen wir den Verlauf der Förderstrecke einschließlich der Übergänge zwischen horizontalen, geneigten und senkrechten Abschnitten. Die Lage einer Trommel oder eines Rads muss darin eindeutig erkennbar sein.

Wichtig ist auch, welche Seite des Bands an der betreffenden Position geführt wird und welche Funktion die Komponente übernimmt. Eine Anlagenzeichnung mit den maßgeblichen Höhen, Richtungsänderungen und Anschlusspositionen bildet dafür eine gute Grundlage. So können die Anforderungen der einzelnen Position aus dem Gesamtverlauf abgeleitet und voneinander unterschieden werden.

Den Aufbau des Förderbands berücksichtigen

Bei Fördersystemen mit Wellkanten und Querstollen gehört deren Geometrie zu den wesentlichen Eingangsgrößen. Kontaktflächen und Freiräume müssen auf den Bandaufbau abgestimmt sein. Auch die für die Führung vorgesehenen Bereiche des Grundbands sind zu beschreiben.

Dafür benötigen wir die verbindlichen Angaben des Bandherstellers. Bandbreite, Aufbau und zulässige Umlenkungen werden gemeinsam betrachtet. Das gilt besonders dann, wenn ein vorhandenes Band weiterverwendet werden soll. Die Trommel- oder Radgeometrie wird anhand der freigegebenen Kontaktbedingungen für das konkrete Bandsystem festgelegt.

Trommel und Rad nach ihrer Funktion unterscheiden

Eine Trommel stellt eine zusammenhängende Mantelfläche für den vorgesehenen Bandkontakt bereit. Räder übernehmen an bestimmten Positionen eine räumlich begrenzte Führungs- oder Umlenkaufgabe. Welche Lösung benötigt wird, ergibt sich aus dem Anlagenkonzept.

Bei rädergeführten Positionen müssen Kontaktbreite und Lage zum Bandaufbau passen. Auch das Zusammenwirken mehrerer Räder kann für die Führung relevant sein. Für die Auslegung benötigen wir deshalb die vorgesehene Anordnung und die Informationen dazu, wie die Kräfte zwischen Förderband und einzelnen Komponenten übertragen werden.

Umlenkgeometrie und Mindestdurchmesser abstimmen

Die zulässige Biegung des Bands und seiner Aufbauten begrenzt die mögliche Umlenkgeometrie. Die Vorgaben des Bandherstellers sind deshalb bei der Auswahl der Durchmesser und Kontaktanordnungen zu berücksichtigen.

Eine Änderung an einem Übergang kann sich auf weitere Teile der Bandführung auswirken. Neben der neuen Komponente betrachten wir deshalb die angrenzenden Positionen und die vorhandenen Freiräume. Bei einem Ersatz wird geklärt, ob die bisherige Geometrie weiterhin zum eingesetzten Band passt oder ob zwischenzeitlich Änderungen am Fördersystem vorgenommen wurden.

Lasten aus Förderaufgabe und Streckenführung zusammenführen

Die Belastung ergibt sich aus dem Bandsystem, der transportierten Last und dem Verlauf der Förderstrecke. Förderhöhe, Geschwindigkeit und die Bedingungen an den Übergängen gehören deshalb zur technischen Aufgabenbeschreibung.

Zusätzlich sind unterschiedliche Betriebszustände zu berücksichtigen. Beladene und unbeladene Zustände sowie Anfahr- und Bremsvorgänge können für die Auslegung relevant sein. Bei einer Leistungsänderung benötigen wir die künftig vorgesehenen Daten. Daraus werden die Anforderungen an Trommel beziehungsweise Rad, Verbindung und Lagerung für die betreffende Position abgeleitet.

Kontaktfläche und Umgebungsbedingungen festlegen

Die Kontaktfläche muss zur Bandseite und zum Betrieb an der jeweiligen Position passen. Materialeintrag, Feuchtigkeit und mögliche Anhaftungen beeinflussen die Bedingungen im Kontaktbereich. Auch die vorhandenen Maßnahmen zur Reinigung gehören zur Anlagenbeschreibung.

Falls ein Belag vorgesehen ist, wird dessen Ausführung mit der Geometrie und der Funktion abgestimmt. Bei Rädern sind Kontaktzone und Freiräume besonders eindeutig zu beschreiben. Die benötigten Eigenschaften werden aus der Anwendung abgeleitet und gemeinsam mit den verbindlichen Anschlussmaßen dokumentiert.

Konstruktion und Anschlusskomponenten integrieren

Wellen- oder Achsanschlüsse, Lagerstellen und Befestigungen müssen zur tragenden Anlagenkonstruktion passen. Bei mehreren zusammenwirkenden Rädern werden auch deren Anordnung und die erforderlichen Einbaumaße berücksichtigt. Der gewünschte Lieferumfang wird an den Übergängen abgegrenzt.

Für Bestandsanlagen helfen aktuelle Zeichnungen und Informationen zu ausgeführten Änderungen. Benennen Sie außerdem Anforderungen an Austauschbarkeit und Zugänglichkeit. Gemeinsam klären wir, welche Teile übernommen werden und welche Komponenten für die neue Ausführung benötigt werden. So bleibt die Integration an der konkreten Förderposition nachvollziehbar.

In Aktion

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